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Gesprächsrunde |

„Ist das Kunst oder kann das weg?“ - Das Wandbild als Erbe und Ärgernis – Zentrum für Baukultur Sachsen | Alle Veranstaltungen

 

Podiumsdiskussion mit: Dr. Johannes Warda, Erfurt; Paul Kaiser, Dresden; Silke Wagler, Dresden


Gerhard Bondzins Wandbild „Der Weg der Roten Fahne“ von 1969 war einer der bedeutendsten Großaufträge für baubezogene Kunst in der ehemaligen DDR und gehört heute zu den wichtigsten erhaltenen Beispielen sozialistischer Monumentalkunst. Es stellte die DDR in den Kontext des auf dem historischen Materialismus beruhenden Geschichtsbilds. Die Absicht, die „untrennbare Einheit von Klassenkampf, gesellschaftlichem Fortschritt und Kultur mit den Mitteln der bildenden Kunst in eine harmonische Verbindung zum neu erbauten Kulturpalast zu bringen“, blieb dennoch nur ein Vorhaben. Das entstandene Wandbild ist letztlich ein Bild auf der Wand, das formalästhetisch keine synthetische Verbindung mit dem Funktionsbau eingeht. Provoziert das Wandbild bis heute im städtischen Kontext, bleibt die kunsthistorische Bedeutung ebenso umstritten wie die angestrebte Einheit von Architektur und bildender Kunst dieses Großprojekts. Umso mehr lohnt sich der Blick auf den Entstehungskontext und das Ringen zwischen Ideal und Wirklichkeit.

Dr. Johannes Warda lehrt Architekturgeschichte an der Fachhochschule Erfurt.
Paul Kaiser ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden und Direktor des Dresdner Instituts für Kulturstudien.
Silke Wagler ist Leiterin des Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.