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Malerei/Grafik/Zeichnungen |

Kleiner Muck und Kalif Storch - Hegenbarth illustriert Hauffs Märchensammlung Die Karawane – Josef-Hegenbart-Archiv - Staatliche Kunstsammlungen Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Öffnungszeiten 
Sonntag 15 bis 18 Uhr
Donnerstag nach Voranmeldung unter Tel. 0351/49 14 32 11

Wer kennt sie nicht – den kleinen Muck mit seinen magischen Pantoffeln, die ihn geschwind durch die Lüfte tragen und den mittels Zaubertrick in einen Storch verwandelten Kalifen. Die beiden Märchenfiguren, die seit fast zwei Jahrhunderten Jung und Alt in die faszinierende Welt des Orients entführen, entstammen der Feder des romantischen Schriftstellers Wilhelm Hauff (1802-1827). Sein »Mährchen-Almanach auf das Jahr 1826, für Söhne und Töchter gebildeter Stände« ist eine Sammlung orientalischer Märchen, verbunden durch »Die Karawane« als Rahmenerzählung.

Um sich ihre Langeweile zu vertreiben, erzählen reisende Händler sechs Geschichten – neben jener des Kalif Storch und des kleinen Muck auch die vom Gespensterschiff und von der abgehauenen Hand sowie die der Errettung Fatmes und das Märchen vom falschen Prinzen.

07.05.2017 - 02.04.2018
Details kupferstich-kabinett.skd.museum
Alle in Josef-Hegenbart-Archiv - Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Calberlastraße (Bus 63)
07/05/2017 02/04/2018 true Kulturkalender Dresden info@kulturkalender-dresden.de Kleiner Muck und Kalif Storch - Hegenbarth illustriert Hauffs Märchensammlung Die Karawane Josef-Hegenbart-Archiv - Staatliche Kunstsammlungen Dresden 38 DD/MM/YYYY
 

Hauffs Karawane begeisterte auch Josef Hegenbarth. Bereits Anfang der 1940er Jahre setzte sich der Künstler intensiv mit ihr auseinander und beschloss sie zu illustrieren. Dabei bearbeitete er den Märchenstoff gleich zweimal in unterschiedlichen Techniken: 

Eine Gruppe von Feder- und zweifarbigen Pinselzeichnungen, die heute im Josef-Hegenbarth-Archiv verwahrt wird, diente als Vorlage für die erste, 1966 im Leipziger Reclam-Verlag erschienene illustrierte Ausgabe der Hauffschen Karawane. Die große Beliebtheit dieses mit 16 ganzseitigen Pinselzeichnungen und 101 kleinformatigen Federzeichnungen geschmückten Werkes zeigt sich in den vielen Auflagen und Nachdrucken mit bis zu 17.000 Exemplaren, die nicht nur in Ost- und Westdeutschland erschienen, sondern Hegenbarth selbst
in Japan bekannt machten.

Josef Hegenbarths zweiter Illustrations-Fassung, die er als Tuschzeichnungen ausführte, sollte eine abenteuerliche Reise beschieden sein. Ende des Zweiten Weltkrieges befand sich dieses Zeichnungskonvolut für ein nicht mehr realisiertes Buchprojekt im brandenburgischen Wriezen, wo es von der Roten Armee beschlagnahmt wurde und über Berlin in die Sowjetunion nach St. Petersburg gelangte. Im Rahmen der 1958/59 erfolgten Rückführung von Kunstwerken in die DDR wurde die Mappe mit 43 Zeichnungen aus dem Besitz Hegenbarths an das Berliner Kupferstichkabinett gegeben.

Nach über 70 Jahren kehren diese Illustrationen nun dauerhaft an den Ort ihrer Entstehung nach Loschwitz zurück und laden zum Vergleich mit den veröffentlichten »Karawane«-Illustrationen ein. Die Ausstellung bietet damit auch einen spannenden Einblick in die Arbeit der Provenienzrecherche.

skd.museum.de