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13.07. 2020
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Eine Ausstellung anläßlich des Jubiläums 30 Jahre Friedliche Revolution

Die gut besuchte Ausstellung „Labytopia89“ in der Kreuzkirche Dresden, Altäre und Installationen von 8 Künstlern, landen nun im Lügenmuseum Radebeul. Sie ist der vierte Teil eines Ausstellungszyklus zum Herbst 89, begann mit „Labystan“ in der Zionskirche Berlin, eine atemberaubende Inszenierung, die unter die Haut geht. Labytopia89 erinnert an die Träume und Visionen der Akteure von 89, an Notstandskreativität, an die Macht der Phantasie im Angesicht der Zensur und verbindet diese prägenden Lebensgefühle mit dem Heute. Die Macher von Labytopia89 behaupten:

„Nicht die akademisch sozialistische Malerei und ihre Gegnerspieler waren revolutionär, revolutionär war Malerei auf Sperrmüll, Installationen und Happenings zur Überwindung des Kunstbegriffs, Aktionen die gesellschaftlich verkrustete Strukturen aufbrechen und Verwirrungen als Realitätsbewältigung stifteten konnten.”

Die Kuratoren Juliane Vowinckel und Reinhard Zabka haben acht Künstler eingeladen: Klaus Liebscher: Dialog, Angela Hampel und Steffen Fischer: Mitgift, Frank Herrmann: Altar der Einfalt, Marion Kahnemann: Helden oder wer ist wir, Karola und Wolfgang Smy: Altar für Reisefreiheit, die in Frankreich geborene Künstlerin Sophie Cau: die Fahnen der vier Siegermächte, sowie der junge Künstler Justus Ehras: Gewitterwarnung am Montag. Reinhard Zabka kreierte ein Friedliches Revolutions-Orchestrion. Im Lügenmuseum begegnet Labytopia89 weiteren räumlichen Inszenierungen aus dem Kontext der Zeit um 89: einer Parodie auf den Sozialistischen Ahnenkult, einem Untergrund Atelier, eine nonkonforme Kunstsammlung der DDR, die fast auf dem Müll entsorgt wurde.

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