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medicanti – Orchester an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden – Kreuzkirche Dresden | Alle Veranstaltungen

 

»Vollendet unvollendet« – Schuberts und Bruckners unvollendete Sinfonien


Obwohl zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine viersätzige Sinfonie als üblich galt, beendete Franz Schubert seine berühmte h-Moll-Sinfonie bereits nach zwei Sätzen. Bis heute blieb ungeklärt, warum er sich gegen eine Vollendung entschied, obwohl er bereits vereinzelte Fragmente für den dritten und vierten Satzes verfasst hatte. Diese, je nach Zählweise siebte oder achte, Sinfonie wird bis heute »Die Unvollendete« genannt.

 

Ein halbes Jahrhundert später begann Anton Bruckner 1887 mit der Arbeit an seiner neunten Sinfonie. Über Bruckner ist bekannt, dass er sich beim Komponieren seiner Sinfonien immer viel Zeit ließ, aber die Arbeit an seiner »Neunten« zog sich besonders lange hin. Erst nach sieben Jahren begann er mit der Arbeit am Finale, doch sein schlechter Gesundheitszustand verzögerte die Arbeit immer mehr. Anton Bruckner verstarb schließlich im Jahr 1896, ohne den vierten Satz zu Ende bringen zu können. 

Obwohl es später für beide Sinfonien immer wieder Versuche gab, diese durch Bearbeitungen oder Kompositionen »im Sinne des Komponisten« zu beenden, gibt es jedoch keine allgemein akzeptierte Vervollständigung. Das Orchester »medicanti« führt am 29. Januar beide Sinfonien in ihrer ursprünglichen Form in der Dresdner Kreuzkirche auf, so wie sie von den beiden Komponisten für die Nachwelt hinterlassen wurden: zwar unvollendet in ihrer formalen Gestalt, musikalisch aber perfekt – eben vollendet unvollendet!

quelle medicanti e.V.