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20.09. 2020
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Welche Rolle spielten die Kirchen im Musikleben der DDR? Vortrag und Moderation: Christfried Brödel, ehem. Rektor der Hochschule für Kirchenmusik. Im Anschluss Podiumsgespräch mit den Komponisten Wilfried Krätzschmar, Jörg Herchet und Günter Neubert.

Den Kirchen kam in der DDR eine besondere Rolle zu. Als einzige ‚nicht integrierte gesellschaftliche Organisation‘ waren sie zwar vielen kleinlichen Beschränkungen und Behinderungen unterworfen, konnten aber stets inhaltlich frei entscheiden, was innerhalb der Kirchenmauern gesagt und musiziert wurde.
Im kirchenmusikalischen Rahmen konnten Werke von DDR-Komponisten erklingen, die sich der ideologischen Reglementierung entzogen, außerdem auch Werke ‚westlicher‘ Komponisten. Eine wichtige Rolle spielte dabei die »Meißner Kantorei 1961«, deren programmatischer Schwerpunkt seit ihrer Entstehung die Aufführung zeitgenössischer Chorwerke religiösen Inhalts war. Gegründet von Dr. Erich Schmidt, dem damaligen Meißner Domkantor, setzte der Chor seine Arbeit ab 1981 unter der Leitung von Dr. Christfried Brödel fort. (Christfried Brödel)

Im Anschluss in der Martin-Luther-Kirche Dresden um 17 Uhr: Konzert der »Meißner Kantorei 1961« unter Georg Christoph Sandmann, der den Chor in der Nachfolge Christfried Brödels seit Anfang 2018 leitet.

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