• Startseite
  • Veranstaltung
  • Walter Libuda - MAGISCHE AREALE
Kultur
Kalender
Dresden
und
Umgebung
14 Donnerstag
Mo. Di. Mi. Do. Fr. Sa. So.
27 28 29 30 01 02 03
04 05 06 07 08 09 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31
01 02 03 04 05 06 07
Malerei/Grafik/Zeichnungen |

Walter Libuda - MAGISCHE AREALE – Leonhardi-Museum | Alle Veranstaltungen

 

Di-Fr: 14 - 18 Uhr;
Sa und So: 10 - 18 Uhr
Mo: geschlossen

Walter Libudas Werk ist nicht leicht zu fassen. Zum einen, weil es von beinahe beispielloser Vielgestaltigkeit ist. Mediale Grenzen (von „technischen“ Darstellungsformen wie Fotografie oder Video einmal abgesehen) sucht man vergebens. Bühne, Bildkasten, Objekt, Assemblage oder Plastik, alles ist möglich, vor allem aber ist dieser Künstler ein begnadeter Maler und Zeichner. Was Libuda darstellt, bleibt freilich rätselhaft, ist weder abstrakt noch gegenständlich, weder konstruktiv noch realistisch. Aus den Oberflä- chen des Alltags entleiht er bestenfalls vage Muster, um sie seinen sehr speziellen Bildwelten einzuverleiben. Bildwelten, die vom Wahnsinn nicht allzu weit entfernt scheinen. Bildwelten, die ein Geheimnis bergen, das sich nicht universal erkennen, entschlüsseln oder mitteilen lässt. In einer Realität, die darauf ausgelegt ist, alles zu erkennen, zu entschlüsseln und darüber ungefragt Mitteilung machen zu müssen, wirkt Libudas Irr-Realität wie das genaue Gegenteil. Auch Bildtitel helfen hier nicht weiter, in ihnen setzt sich das Verwirrspiel fort. Wo sie vorgeben, Halt und eine Richtung zu bieten, entpuppen sie sich oft genug als Schimäre – oder im besten Falle als Spur zu einem so vagen wie magischen Begreifen hin. 

museen-dresden.de

 

Es ist dies die erste Libuda-Ausstellung, die allein die Arbeiten präsentiert, die sich nur einem Material verdanken, dem Papier. Der Titel der Ausstellung, nicht Arbeiten „auf“, sondern „mit“ Papier macht deutlich, dass das Material bei Walter Libuda nicht einfach nur Bildträger ist, sondern in seiner künstlerischen Verwandlung selbst zum Subjekt wird. Das Gemälde wird Relief, wird Objekt, tarnt sich als Popup-Buch. Oder wird eben zur „Römischen Falle“. Die Ausstellung und der Katalog verdanken sich einer Kooperation mit der Lyonel-Feininger-Galerie Quedlingburg und der Galerie Pankow Berlin. Gezeigt werden etwa 100 Werke.