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26.09. 2021
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»Interesse und Demokratie«
Der Begriff des Interesses hat einen schlechten Ruf. Insbesondere in der
Politik steht das Interesse dabei für eine intransparente Einflussnahme auf
die demokratischen Institutionen, in der sich das Partikulare auf Kosten des
Gemeinwohles bereichern will. Der Vortrag möchte bei dieser landläufigen
Meinung ansetzen und zeigen, wie es überhaupt zu dieser Meinung kommen
konnte und warum dieser Meinung etwas zutiefst undemokratisches
eigen ist. Entlang Kosellecks Überlegungen zum politischen Bündnis soll
der Begriff des Interesses als demokratischer Schlüsselbegriff gehoben
werden.

Vorträge von Mathias Böswetter (Philosoph) und Lars Dreiucker (Philosoph) Görlitz


Kosellecks »Zeitschichten« und Plessners »Verspätete Nation«
Koselleck unterscheidet fünf anthropologische Möglichkeiten, die Geschichte
im Sinne von Gerechtigkeitsfragen behandeln zu können. Dieses Vorgehen führt
zur Aufdeckung von Zeitschichten, die die Einmaligkeit geschichtlicher Vorgänge
ermöglichen. Über diesen Sachbezug zur Philosophischen Anthropologie hinausgehend,
macht Koselleck seine Einsichten auch in einer Interpretation von
Plessners Buch »Verspätete Nation« fruchtbar, die gängigen Interpretationen
widerspricht. Dabei betont er die föderalen Strukturen der Wiederholbarkeit in
der deutschen Geschichte seit dem Mittelalter bis in die Gegenwart.

Kolloquium mit Hans-Peter Krüger (Philosoph) und Lars Dreiucker (Philosoph)

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