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16.07. 2024
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  • Phasenweise/o.T.

Heliaden - Wurzeln und Wachstum
von Leoni Hannah
Sie versucht, die Körper von den Baumstämmen loszureißen und bricht zarte Zweige mit den Händen ab; von dort fließen Blutstropfen wie aus einer Wunde. (Metamorphosen des Ovid)
Die gegenwärtige Malerei Leoni Hannahs changiert zwischen wurzelartigen Strukturen und bizarr
transformierten Körpern. Als Ausgangspunkt dieser Metamorphosen dienen Verfremdungen ihrer
früheren Gemälde, wobei vormals Figuratives fotografisch verzerrt, dann seziert und neu
arrangiert wird. Urbane und natürliche Eindrücke ihrer Reisen wie nach Marokko, Italien und der
Schweiz verwebt sie in ihren Werken zu neuen Strukturen.
Die in Kanada geborene Sauerländerin setzt sich mit Phasen fortlaufender Veränderung, dem
Ankommen in der gegenwärtigen Heimat ebenso wie mit dem fragilen Verhältnis zur eigenen
Körperlichkeit und bestehenden Schönheitsidealen auseinander. Trotz des stetigen Wandels
erweist sich der jeweilige Zustand gefestigter als der vorhergehende, was sich in kräftigen Farben
und klar abgegrenzten Flächen zeigt. Fehlende Gegenständlichkeit und Auslassungen zeigen den
oft fragmentarischen, suchenden Charakter der Arbeiten Leoni Hannahs.

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