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Lesung und Gespräch
Henny Brenner (1924-2020) wurde in Dresden geboren und wuchs in einem wohlbehüteten Elternhaus auf. Ihre unbeschwerte Kindheit endete jäh mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten: Ausgrenzung, Schulverweis, Zwangsarbeitseinsatz und die permanente Angst vor Schlimmerem sollten danach das Leben des Mädchens bzw. der jungen Frau prägen. Schließlich kam der Deportationsbefehl der Gestapo – doch ausgerechnet das Bombeninferno auf Dresden rettete ihr Leben. Henny Brenner las – weit in die Gegenwart hinein – häufig in Schulen aus ihren biographischen Aufzeichnungen und war damit eine der letzten Stimmen aus den Reihen der Zeitzeug:innen. Wir kommen mit ihrem Sohn Michael Brenner (Prof. für Jüdische Geschichte an der LMU München) ins Gespräch über seine Mutter und wollen so an sie erinnern. Die Schauspielerin Lilli Jung liest aus Henny Brenners Erinnerungen „Das Lied ist aus“. Moderation: Oliver Reinhard (Leiter Feuilleton Sächsische Zeitung) Eine Veranstaltung im Rahmen von TACHELES – Jahr jüdischer Kultur in Sachsen in Kooperation mit der TU Dresden
Quelle: SLUB Dresden