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23.04. 2026
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  • HAIT_02,_Eingang


An Heiligabend 1959 beschmierten zwei junge Männer die erst wenige Monate zuvor wieder eröffnete Kölner Synagoge mit Hakenkreuzen und der Parole „Juden raus“. Die öffentliche Bestürzung war groß: Bundeskanzler Adenauer und Bundespräsident Lübke verurteilten die Tat, in West-Berlin kam es zu Massendemonstrationen gegen Antisemitismus und der Bundestag debattierte. Bis Ende Februar kam es zu etwa 800 ähnlichen Taten im Bundesgebiet. Im Zentrum der kontroversen öffentlichen Diskussion stand zum ersten Mal seit der unmittelbaren Nachkriegszeit wieder der Geschichtsunterricht an deutschen Schulen. Lehrer, Kultusminister und Eltern mussten sich fragen lassen, was im Unterricht eigentlich geschah. Und die Kultusministerkonferenz reagierte. Der Vortrag beleuchtet diesen bisher weniger beachteten Wendepunkt in der deutschen Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit und betrachtet dabei nicht nur die Bildungspolitik als zentrales Feld staatlichen Handelns, sondern auch die geschichtspolitischen und medialen Kontexte der Zeit.

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