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1. Kammerkonzert | Frühe Bläserquintette auf Dresdner Instrumenten
Die Werkauswahl des Auftaktkonzerts der Kammermusiksaison in der Hoflößnitz 2026 und die dabei erklingenden Instrumente nehmen das Publikum mit auf eine Entdeckungsreise in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Musiker des jungen Heinrich Grenser Quintetts sind auf historische Aufführungspraxis spezialisiert und in renommierten Orchestern sowie Alte-Musik-Ensembles tätig. Die Holzbläser spielen auf Kopien von Grenser-Instrumenten aus der Zeit um 1810. Die besondere Balance von Wärme und Klarheit der klassischen Musikinstrumente schafft einen eigenen Klangraum.
Die Dresdner Instrumentenbauerfamilie Grenser genoss seit 1780 europaweit höchste Anerkennung. Als Heinrich Grenser (1764–1813) im Jahr 1803 die Manufaktur übernahm, waren ihre Holzblasinstrumente bei Musikern überaus geschätzt. Just in jener Zeit etablierte sich parallel die Gattung des Bläserquintetts. Giuseppe Maria Cambini veröffentlichte 1802 seine »Trois Quintetti concertans« – die erste bekannte Reihe für die Standardbesetzung nach Rosettis bahnbrechendem Es-Dur-Quintett. Cambinis Quintett Nr. 2 zeichnet sich durch anmutige Melodien und komplexe Harmonik aus. Noch bedeutender wurde Anton Joseph Reicha (1770–1836), der als »Vater des Bläserquintetts« gilt. Seine 24 Quintette, entstanden zwischen 1810 und 1820, testeten systematisch die Klangmöglichkeiten der Instrumente. Das e-Moll-Quintett op. 88, Nr. 1 bewegt sich auf dem Niveau des klassischen Streichquartetts. Die Themen wandern in »durchbrochener Arbeit« von Stimme zu Stimme. Eine pathetische Einleitung eröffnet das Werk, im 2. Satz zeigen sich die Themen kindlich verspielt. Reichas Erfolg inspirierte Franz Danzi (1763–1826), der das Quintett nach Deutschland importierte. Sein A-Dur-Quintett op. 68, Nr. 1 von 1824 besticht durch formale Strenge und ausgewogene Stimmführung. Klanglich schlägt die Musik eine Brücke zwischen Mozart und Weber.
Heinrich Grenser Quintett
Letizia Turini · Flöte
Elisabeth Beckert · Oboe
Géza Bartha · Klarinette
Miklós Takács · Horn
Eva-Maria Horn · Fagott
Preise:
Einzelkarten im Vorverkauf 22,00 €,
am Veranstaltungstag ab 15 Uhr 242,00 € und Schüler, Azubis und Studenten 10,00 €Im Preis enthalten ist die Möglichkeit zum Besuch des Sächsischen Weinbaumuseums am Konzerttag sowie ein Glas Sekt der Hoflößnitz oder wahlweise ein alkoholfreies Getränk, das ab 1 Stunde vor dem Konzert ausgeschenkt wird. Alle Preise inkl. 7 % MwSt.
Der Einlass erfolgt ab 30 min vor Konzertbeginn.
Quelle: Hoflößnitz