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25.07. 2024
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„Wollen Sie ’ne Plastiktüte?“ Nee … Äh … Was? Das war was von gestern und gehört der Vergangenheit an? Ja denkste … Der Handel umgeht nämlich einfach das Plastiktütenverbot, denn das gilt nicht für die sehr dünnen oder sehr dicken Tüten. Der Gesetzgeber hat bei uns zwar Plastiktüten mit weniger als 50 Mikrometer Folienstärke verboten. Mehr kann er aber eigentlich auch nicht machen, die europäische Verpackungsrichtline schreibt nämlich vor, dass Verpackungen, die in den restlichen Mitgliedsstaaten erlaubt sind, nicht in einem Mitgliedsstaat verboten werden dürfen. Globalisierung? Umweltschutz? Was läuft denn hier schief?

Monoblock-Plastikgartenstuhl für nur 20€? Und das ist verkehrt? Schließlich kann es sich dann doch jeder leisten. Was, genau das ist das Problem? Wie jetzt, die Brösel von diesem ganzen Plastikmüll verseuchen unsere Weltmeere? Jetzt fehlen ja nur noch die Fische … oder die Ernährung. Was? Erdöl, fossile Ressourcen, Industrie, Emissionen? Gleich kommen Sie mir noch mit der Klimaerwärmung.

Badezimmer mit 45 qm? Na sicher, wenn Sie die Villa dazu haben, dann ist das doch möglich. Wie? Verarmung der Gesellschaft? Wer sich das leisten kann? Was, Flächen sind auch Ressourcen? Na, dann machen wir eben das Wohnzimmer nur mit 12 qm. Nee, das ist selbst für eine Sozialwohnung zu klein? Nun stellen Sie nicht so dumme Fragen, es ist doch noch genug Platz auf unserer Erde. Und hören Sie endlich auf, an allem rumzukritteln …

Sie ahnen schon, wie endlos die vorangehende Geschichte weitergehen kann. Hinter all dem steckt hier die Frage, was Nachhaltigkeit ist und wo Nachhaltigkeit eigentlich beginnt. Denn Nachhaltigkeit ist mehr als nur ein Label auf der Verpackung veganer Bio-Würstchen. Und wie sieht es schließlich im Bausektor aus, einer Branche, die für einen der höchsten Beiträge zur Klimaerwärmung verantwortlich ist? Da müsste nachhaltiges Bauen doch eigentlich Pflicht sein. Aber, ist es das?

Die Debatte um Nachhaltigkeit einfach aussitzen, denn dafür gibt es ja Spezialisten? Ganz im Gegenteil, das allgemeine Interesse ist riesig groß. Ebenso riesig groß ist auch der gesamte Themenkomplex der Nachhaltigkeit. Aber wie entwickelt man (nachhaltig) ein Nachhaltigkeitsbewusstsein? Um sich dem Thema spielerisch zu nähern, hat sich die Professur für Entwerfen und Konstruieren II diesmal auf einen alltäglichen Gebrauchsgegenstand fokussiert, der weit mehr genutzt wird als jedes andere Objekt.

Die Aufgabenstellung und die Ergebnisse aus den Übungen, die von den Architektur-Studierenden der TU Dresden in einem Design-Build-Workshop umgesetzt wurden, werden in dieser Ausstellung gezeigt.

Ausstellungszeitraum: 05.07.2024 -27.07.2024

Vernissage: Donnerstag, 04.07.2024 | 19:00 Uhr

Eine Ausstellung der TU Dresden, Fakultät Architektur, Professur Entwerfen und Konstruieren II

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