-
Alexander Borodin war eigentlich Chemiker. Oft komponierte er spät nachts oder zwischen seinen Experimenten, auch die berühmten Polowetzer Tänze, die eigentlich zu seiner Oper „Fürst Igor“ gehören. Er starb jedoch, bevor er die Oper vollenden konnte, seine Komponisten-„Kollegen“ Rimski-Korsakow und Glasunow brachten sie schließlich in ihre letzte Fassung für Orchester. Von Ersterem stammt ein weiteres bekanntes russisches Meisterwerk: eine Suite frei nach Motiven der Erzählsammlung „Tausendundeine Nacht“. Klingt nach Programm-Musik? Rimski-Korsakow selbst wollte seinem Werk eigentlich gar kein Programm geben, aber wer genau hinhört, erkennt unschwer, dass er in den vier Sätzen vier der Erzählungen nachbildet. Dabei hat er einige Motive sehr plastisch gestaltet: Das eine erklingt direkt zu Beginn und charakterisiert mit seiner Klangwucht den brutalen Sultan. Die Sphäre von Scheherazade wird von den schillernden Girlanden der Solovioline und der Harfe hervorgerufen. Ganz klar: sie ist eine raffinierte Erzählerin, die die Kunst des Spannungsaufbaus vollkommen beherrscht. Und allgegenwärtig in diesem Werk ist das wogende Meer. Und so entsteht ein musikalischer Bilderbogen von klangsüffiger Pracht.
Das Trompetenkonzert As-Dur von Alexander Arutiunian zeichnet sich durch die Verbindung klassischer Konzertform mit armenischer Volksmusik aus. Markant sind kantable Melodien, rhythmische Vitalität, tänzerische Elemente und eine brillante, zugleich gesangliche Trompetenstimme, die Virtuosität mit folkloristischem Charakter vereint.ProgrammAlexander Borodin
Fürst Igor: Polowetzer TänzeAlexander Arutjunjan
Konzert für Trompete As-DurNikolai Rimski-Korsakow
Scheherazade - Sinfonische Suite aus "Tausendundeine Nacht"MitwirkendeAziz Shokhakimov
DirigentSergej Nakariakov
TrompeteDresdner Philharmonie
OrchesterQuelle: Kulturpalast Dresden