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25.01. 2026
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  • Ein Besucher im Lügenmuseum

Mit seinen „Maschinen zur eigenen Belustigung“ versteht es Richard von Gigantikow, die Besucherinnen und Besucher nachhaltig zu begeistern. Das Lügenmuseum ist kein Ort des bloßen Betrachtens – es entfaltet sich als audiovisuelles Gesamtkunstwerk, als Raum intensiver Erfahrung und künstlerischer Relevanz.

Trotz – oder vielleicht gerade unabhängig von – aktuellen Bedrohungen und lokalen Unsicherheiten bleibt das Lügenmuseum geöffnet. Es steht damit exemplarisch für gelebte Kunstfreiheit: ein Ort, der den Raum der freien Kunst nicht nur behauptet, sondern ihn konsequent praktiziert – als offenes Forum des Denkens, Fühlens und Erlebens.

Schon beim ersten Betreten kann sich ein Moment der Schockverliebtheit einstellen – für jene, die sich darauf einlassen. Geschmack und Verständnis werden herausgefordert, das Spiel mit Täuschung, Erwartung und Unsinn beginnt.

Als zeitgenössisches, räumlich begehbares Kunsterlebnis versteht sich das Lügenmuseum in der Tradition des „Lob der Torheit“ von Erasmus von Rotterdam. Während Erasmus die Torheit sprechen lässt, um Wahrheit zu enthüllen, verwandelt das Museum diese Idee in eine begehbare Wunderkammer der „Lüge im Dienste der Wahrheit“. Wie die humanistische Satire arbeitet auch das Lügenmuseum mit Ironie, Übertreibung und bewusster Irreführung – und eröffnet so neue Perspektiven auf menschliche Wahrheiten, gesellschaftliche Mechanismen und Machtverhältnisse.

Das Lügenmuseum ist samstags und sonntags von 13–17 Uhr geöffnet. In den Winterferien ist das Museum täglich von 13–17 Uhr geöffnet.

* Bitte beachten Sie, dass die Museumsräume nicht beheizt sind. Wir empfehlen warme Kleidung. *

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