Lesung / Vortrag / Gespräch
WIE FEMTECH DEN BLICK AUF FRAUENGESUNDHEIT VERÄNDERT Offene Vorlesung mit Anne-Sophie Reichert
Mo | SocietaetstheaterDer Begriff »FemTech« beschreibt Technologien, die speziell für Gesundheitsprobleme von Frauen entwickelt wurden. Dazu gehören Apps zur Menstruationsverfolgung, Geräte wie Beckenbodentrainer, telemedizinische Dienste und Nahrungsergänzungsmittel für Wechseljahresbeschwerden. Diese Technologien werden zwar als emanzipatorische Lösungen zur Bekämpfung von Ungleichheiten im Gesundheitswesen vermarktet, aber viele von ihnen ähneln stark den traditionellen Methoden, die bereits seit den 1970er Jahren im Rahmen feministischer Gesundheitsbewegungen entwickelt wurden. In ihrem Vortrag spricht Anne-Sophie Reichert über FemTech an der Schnittstelle zwischen feministischen Selbsthilfetraditionen und der zunehmenden Kommerzialisierung von Wissen über die Frauengesundheit. Sie beleuchtet die Frage, ob FemTech tatsächlich die Körperkompetenz fördert oder ob sie neue Risiken mit sich bringt, besonders im Hinblick auf den Schutz sensibler Gesundheitsdaten.
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Anne-Sophie Reichert ist Postdoc am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Anthropologie, Wissenschafts- und Technikforschung und Geschichte. Sie forscht zu geschlechtersensibler Gesundheit, Mensch-Technik-Interaktionen, somatischen und affektiven Wissensformen sowie Lern- und Entrainment-Prozessen. Ihr aktuelles Forschungsprojekt untersucht den historischen Kontext und die aktuelle Umsetzung von Female Technologies.
Quelle: Societätstheater