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29.11. 2021
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Am 06. Juni 1971 bezichtigten sich 374 Frauen* im Magazin „Stern“ selbst, abgetrieben und sich damit laut § 218 des StGB strafbar gemacht zu haben. Auch wenn es in den Folgejahren Gesetzesreformen gab, verhindern die Paragrafen 218 und 219a noch heute, 50 Jahre nach der „Stern“-Kampagne, eine wirkliche Selbstbestimmung der betroffenen Frauen* über ihre Körper. Ärzt*innen dürfen nicht öffentlich über den Ablauf einer Abtreibung informieren, ohne sich der „Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“ schuldig zu machen. In unserem Nachbarland Polen sind seit vergangenen Herbst Abtreibung de facto vollständig kriminalisiert.

Im Rahmen unseres aktuellen Projekts „HERRschaft: Macht: Körper. Feministische Perspektiven“ untersuchen wir die gesellschaftliche Erwartungshaltung an Frauen*, denn weiblich* gelesene Menschen wachsen innerhalb einer Omnipräsenz gesellschaftlich normierter Körpervorstellungen auf, die ihnen suggerieren, wie sie zu sein und was sie mit ihrem Körper zu tun haben. Wer sich nicht daran hält, wird an den sozialen Rand gedrängt. Bereits eine oder gar mehrere Schwangerschaften abgebrochen zu haben, gehört definitiv zu den tabuisierten und ausgrenzenden Erfahrungen im Leben einer Frau*.

Unser Workshop

Deshalb wollen wir dich zu unseren Workshops einladen, um mit uns gemeinsam wertfrei über Abtreibungserfahrungen zu sprechen, diese künstlerisch aufzuarbeiten und anhand unseres Archivbestandes zu schauen, wie und ob sich diese Erfahrungen von Frauen* geändert haben. Jegliche Erfahrungen zählen – egal ob du dich für oder gegen einen Abbruch entschieden hast oder aus anderen Gründen involviert bist, etwa als in dem Bereich arbeitende Person.

Hast du Lust, deine Erlebnisse mit uns zu teilen? Hast du noch Fragen? Melde dich bei uns! Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen.

Ort und Zeit:

Im Moment planen wir eine Präsenzveranstaltung bei uns in der Oskarstraße 1, bei Bedarf ist aber eine Verlegung ins Digitale möglich. Wichtig: Bitte nur mit Anmeldung!

Sa 30.10.2021 14−17 Uhr

So 28.11.2021 14−17 Uhr

Kontakt:
Email:    Sarah Thomas:        thomas@frauenstadtarchiv.de
              Friederike Berger:    berger@frauenstadtarchiv.de
Telefon: 0351 31 38 83 90

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