Ausstellungen
Ein historischer Meilenstein Ausstellung zu Luxemburger Abkommen
– Neues Rathaus Dresden
Ab Mittwoch, 19. August, bis Montag, 19. Oktober 2026, ist im Neuen Rathaus, Foyer Goldene Pforte, Rathausplatz 1, eine Wanderausstellung zu dem 1952 geschlossenen Luxemburger Abkommen zwischen Deutschland, Israel und der Claims Conference zu sehen.
Die im Jahr 2022 erstmals gezeigte Ausstellung des Bundesministeriums der Finanzen und der Claims Conference (unter Mitwirkung des Knesset-Museums des israelischen Parlaments) ist eingebunden in „TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur Sachsen 2026“ und informiert auf neun großen, von innen beleuchteten Würfeln über die Geschichte jüdischer materieller Ansprüche nach der Shoah sowie die deutschen Bemühungen, Verantwortung für die Verbrechen im Nationalsozialismus zu übernehmen.
Mit Bildern, Texten, Grafiken und einem Audioguide wird veranschaulicht, wie sich diese wichtige Aufgabe in über 70 Jahren entwickelte, welche Veränderungen und Verbesserungen es gab und was für die Zukunft geplant ist. Die Betroffenen, die Überlebenden der Shoah, sind dabei stets Mittelpunkt der Ausstellung. Dabei wird deutlich: Zwar können die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht im Wortsinn „wiedergut-gemacht“ werden, die Bemühungen zum Wohle der Opfer, ihrer Hinterbliebenen oder Nachfahren aber dürfen nicht enden.
Geöffnet ist die Ausstellung „70 Jahre Luxemburger Abkommen“ täglich (außer an Wochenenden und Feiertagen) von 9 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei.
Hintergrund:
Der Vernichtungsfeldzug der Nationalsozialisten und ihrer Verbündeten führte zu fast sechs Millionen jüdischen Mordopfern. Das Ende der Verfolgungen bedeutete jedoch nicht das Ende der Not: Unzählige Menschen mussten inmitten des zerstörten Europas ein neues Leben beginnen – sie konnten oder wollten nicht wieder in ihre Heimat zurück. Sieben Jahre nach dem Ende der Shoah setzten sich die Bundesrepublik Deutschland, der Staat Israel und die Conference on Jewish Material Claims Against Germany zusammen, um das Unmögliche zu verhandeln. Nach zähem Ringen schlossen diese drei Parteien im September 1952 in Luxemburg Abkommen zur Entschädigung nationalsozialistischen Unrechts, das Luxemburger Abkommen: Ein historischer Meilenstein.