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09.07. 2020
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MACHT & MODE - Zwei neue Dauerausstellungen im Renaissanceflügel im Residenzschloss Dresden

„Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht“ und „Kurfürstliche Garderobe“ sind die neuen Ausstellungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die das (Rüst-)Zeug zum Dauerbrenner haben. Es scheint, als wären wir die ganz persönlichen Gäste jener Wettiner Renaissancefürsten, die in Zeiten der Reformation Macht und Einfluss im Heiligen Römischen Reich errangen; als würden sie aus ihren Rüstkammern und Kleiderschränken sorgsam gehegte Waffen, reich verzierte Rüstungen und edle Garderobe herausgeholt haben und vor uns ausbreiten.

Zu Beginn verweisen die ehemaligen Herrscher auf ihre militärische und politische Macht, wovon reichverzierte Harnische und Rüstungen sowie prunkvolle Degen und Waffen Zeugnis ablegen. Besonders im Raum platziert ist das erste sächsische Kurschwert der Wettiner. Es ist der historisch bedeutsame Beleg für die vor bald 600 Jahren erlangte Kurwürde durch Friedrich den Streitbaren. Schon fast von intimer Natur dagegen ist die blutbefleckte Feldbinde von Kurfürst Moritz. Er, der noch sechs Jahre zuvor seinem Cousin, Johann Friedrich dem Großmütigen und damit der Ernestiner Linie, die vererbte Kurwürde im Kampf entriss und in die Familienlinie der Albertiner neu einbrachte, fiel 1553 in der Schlacht bei Sievershausen. Das originale Moritzmonument aus Sandstein am Ausgang dieser Exposition symbolisiert die damit verbundene Übergabe der Kurfürstenmacht an seinen Bruder und Nachfolger August von Sachsen. Dessen kostbares Kurschwert lässt sich nicht nur in Echtzeit bewundern, sondern kommt, vom fürstlichen Träger stolz geschultert, auch im großen Bildnis an der Wand dahinter eindrucksvoll zur Geltung.

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