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21.04. 2024
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#MITTENDRIN mit Werken von Rudi Meisel (*1949), Mahmoud Dabdoub (*1958) und Christian Borchert (1942–2000) folgt dem Gedanken des städtischen Flanierens. Das absichtsvoll ziellose Schlendern mit der Kamera durch Straßen, über Plätze und Brücken, entlang von Fassaden und Schaufenstern beschert die beiläufige Beobachtung, die zufällige Begegnung, die nicht kalkulierte Konstellation als Facetten der Street Photography.

Für Siegfried Kracauer war die Straße „Sammelpunkt flüchtiger Eindrücke“. Dieser Flüchtigkeit eine bleibende Gestalt zu geben: Das gelingt mittels Fotografie, ganz gleich, ob im Vorbeilaufen oder -fahren, in Ost oder West, in den 1980er, den 1990er Jahren oder in der Gegenwart.

In der Anonymität des öffentlichen Raums kommt es zum meist nur Sekunden währenden Blickkontakt, bevor man einander passiert hat. Eine Scheibe oder die unauffällig gehaltene Kamera ermöglichen ein Beobachten, ohne selbst gesehen zu werden.

Unschärfe, Anschnitt und Nähe sind Kennzeichen dieser Aufnahmen und Ausweis eines Mittendrinseins, das für die Fotografen dennoch immer mit einer gewissen Distanz einhergeht. Ohne diese könnte die Situation nicht als „Bild“ schon im Augenblick der Aufnahme erfasst werden.

Die Fotografien von Rudi Meisel, Christian Borchert und Mahmoud Dabdoub zeigen Momente, sie sind Ereignissplitter und Skizze. In ihrer Reihung und Gruppierung aber entsteht ein spannungsvolles Panorama dessen, was draußen, auf der Straße – in Berlin, in Dresden, Leipzig, Essen oder New York – passiert.

Öffnungszeiten:
Montag — Freitag: 10 — 18 Uhr
Samstag und jeder 1. Sonntag im Monat: 14 — 18 Uhr
Eintritt frei

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