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Wie gut, dass die Kalkofenbauer von einst die Jahreszahl mit Ziegeln auf das technische Wunderwerk in Maxen gemauert haben. Wie gut, dass die engagierten Mitglieder der Arbeitsgruppe „Maxener Kalk und Marmor“ des Heimatvereins Maxen den Ofen vor dem Verfall gerettet haben. Nur so ist es möglich, zusammen mit dem benachbarten Kleingartenverein „Heiterer Blick“ am Samstag, 26. September 2026, von 10 bis 22 Uhr zu einem großen Herbst-Jubiläumsfest an der Naturbühne Maxen und am Kalkofen einzuladen.
Im Mittelpunkt steht natürlich der 1856 errichtete Kalkofen. Bei Besichtigungen und Führungen können die Besucher das technische Denkmal von innen kennenlernen. Die historische Kalkbrennerei wird im kleinen Schauofen vorgeführt. Gezeigt und angeboten werden außerdem der berühmte Maxener Marmor und andere Mineralien. Kinder können Marmor schleifen und polieren, Herbstbasteleien anfertigen und mit dem Schwungtuch spielen. Im nostalgischen Kalkofencafé gibt es Kaffee und Kuchen; als besonderer Höhepunkt werden zwei Jubiläumstorten zum 170-jährigen Geburtstag angeschnitten.
Auf der Kalkofenwiese findet von 11 bis 18 Uhr außerdem ein Pflanzen- und Trödelmarkt statt. Ab 13 Uhr gibt auch Rundfahrten mit der Freiwilligen Feuerwehr Maxen. Für herzhafte Speisen und Getränke sorgt der Kleingartenverein im Festzelt. Passend zum Kalkofen steht dort sogar "Rumfordsuppe" auf dem Speiseplan.
Der Maxener Kalkofen gehört zum Typ des Rumfordofens, dessen Konstruktion auf Ideen des in Amerika geborenen Naturforschers und Erfinders Benjamin Thompson, Graf von Rumford (1753–1814) zurückgeht. Rumford beschäftigte sich intensiv mit der Frage, wie sich Wärme und Brennstoffe möglichst wirkungsvoll nutzen ließen. Seine Verbesserungen beeinflussten auch die Kalkbrennerei. Rumfordöfen ermöglichten einen kontinuierlicheren und sparsameren Betrieb.
Rumford beschäftigte sich aber nicht nur mit technischen Erfindungen, sondern auch mit der Frage, wie sich die Lebensbedingungen armer Menschen verbessern ließen. Die nach ihm benannte Rumfordsuppe entwickelte er Ende des 18. Jahrhunderts als preiswerte, nahrhafte und sättigende Mahlzeit. Der einfache Eintopf bestand ursprünglich vor allem aus Graupen, Erbsen und Brot; später entstanden zahlreiche Varianten, häufig auch mit Kartoffeln.
Für die Besucher gibt es kostenlose Parkmöglichkeiten auf der Wiese oberhalb der Naturbühne Maxen.