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Viele kennen die „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski, aber er war natürlich nicht der einzige, der sich für seine Musik von Gemälden inspirieren ließ. Anna Clyne tat es ihm nach und schuf ein kurzes, eindrucksvolles Stück nach einer Gemäldeserie der Künstlerin Jock McFadyen. Eindrucksvoll ist natürlich auch Beethovens Klavierkonzert Nr. 3, vor allem der langsame Satz, der mit seinem gedehnten Tempo fast wie eine Zeitlupe wirkt. Die Zeit scheint sich auch in Charles Ives‘ „Unbeantworteter Frage“ endlos zu dehnen, denn die von der Solotrompete gestellte „Frage“ findet keine Antwort. Immer drängender wird die Suche, aber sie bleibt erfolglos.
Ziemlich klassisch ist dagegen Samuel Barber an seine Sinfonie gegangen. Orientiert an spätromantischen Vorbildern, hat er eine Sinfonie in einem einzigen Satz geschaffen, die mit ihrer emotionalen Tiefe kaum jemanden unberührt lässt.ProgrammAnna Clyne
"Masquerade"Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr.3 c-MollCharles E. Ives
"The Unanswered Question"Samuel Barber
Sinfonie Nr. 1MitwirkendeMarin Alsop
DirigentinKirill Gerstein
KlavierDresdner Philharmonie
OrchesterQuelle: Kulturpalast Dresden