Lesung / Vortrag / Gespräch
Die erfolgreichste Ausstellung der Weimarer Republik Vortrag über den Dresden-Düsseldorfer Wissenstransfer auf der GeSoLei 1926
So | Deutsches Hygiene-Museum Dresden-
- Vortrag über den Dresden-Düsseldorfer Wissenstransfer auf der GeSoLei 1926
- Bildreiche Matinee in Kooperation mit dem Institut für Geschichte der TU Dresden und dem Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Vor hundert Jahren wurde in Düsseldorf die größte Ausstellung der Weimarer Republik gezeigt. Mit 7,5 Millionen Besucher:innen war die GeSoLei (Große Ausstellung für Gesundheitspflege, Soziale Fürsorge und Leibesübungen) weit erfolgreicher als erwartet.
Im Vorfeld der Ausstellung kam es zu einer intensiven Kooperation zwischen den Organisatoren in Düsseldorf und dem Hygiene-Museum. Dabei war die Internationale Hygieneausstellung (Dresden 1911) ein wichtiges Vorbild. Der Ausstellungsbereich „Der Mensch" zeigte in Düsseldorf alle damals bekannten Aspekte des menschlichen Körpers mit spektakulären Exponaten. Unter der Leitung von Martin Vogel, dem wissenschaftlichen Direktor des DHMD, wurde hier mit dem „durchsichtigen Menschen" der Vorläufer des international bekannten „gläsernen Menschen" präsentiert. Auch der Ausstellungsbereich „Erblichkeitslehre und Rassenhygiene (Eugenik)" wurde maßgeblich von Dresden aus mitgestaltet; hier wirkten zahlreiche namhafte Experten der Zeit mit.
In der Matinee wird diese Zusammenarbeit zwischen Dresden und Düsseldorf anhand von zahlreichen zeitgenössischen Bildern aus der Ausstellung dargestellt. Im Zentrum stehen die persönlichen Netzwerke zwischen beiden Städten, die sich exemplarisch an drei Personen zeigen lassen: dem in beiden Städten wirkenden Kinderarzt und Hochschullehrer Arthur Schlossmann, Marta Fraenkel, die zuerst wissenschaftliche Generalsekretärin der GeSoLei und später Geschäftsführerin der 2. Internationalen Hygieneausstellung in Dresden war, und dem Architekten Wilhelm Kreis, der die Dauerbauten der GeSoLei und das Gebäude des DHMD entwarf. Gemeinsam beförderten sie einen lebhaften Wissenstransfer zwischen dem Sachsen und dem Rheinland.
- Durch die Matinee führen Dr. Silke Fehlemann (Historikerin, TU Dresden) und Dr. Matthis Krischel (Historiker, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
Quelle: Hygiene-Museum