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23.04. 2026
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Michael Thoß

Wie verlässlich sind historische Aussagen, wenn sie auf lückenhaften oder widersprüchlichen Quellen beruhen? Am Beispiel der NSDAP in Dresden zeigt sich, dass zentrale Erkenntnisse häufig unter Bedingungen erheblicher Unsicherheit gewonnen werden. Diese Unsicherheiten können in klassischen Darstellungsformen zwar benannt werden, bleiben aber insbesondere in digitalen Präsentationen von Forschungsergebnissen oft schwer nachvollziehbar – gerade dann, wenn die zugrunde liegenden Entscheidungen nicht explizit sichtbar gemacht werden.
Der Vortrag geht der Frage nach, wie historische Forschung diese Unsicherheiten methodisch erfassen und sichtbar machen kann. Anhand einer Fallstudie zu den Dresdner Ortsgruppen der NSDAP werden Probleme der Rekonstruktion sowie Möglichkeiten ihrer transparenten Dokumentation und kartographischen Visualisierung vorgestellt.
Im Zentrum steht das Projekt IDOHIST, das Unsicherheiten nicht beseitigt, sondern sie explizit macht und auch in Karten sichtbar werden lässt – etwa bei der Verortung von Parteistrukturen und Aktivitäten im Stadtraum.

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