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29.09. 2022
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Unter dem Titel „Wie wir uns selbst sehen“ (konzipiert von Avery Gosfield) drehten Matthias Barthel & Nils Brabandt drei Dokumentation, die das Leben als Jüdin und Jude in einem modernen Deutschland skizzieren.

Yiddishland – Jüdischsein im 21. Jahrhundert (30min)
Im Film kommen Menschen zu Wort, die als jüngste Generation zur Renaissance der jüdischdeutschen Musikkultur beigetragen haben: Sasha Lurje, Yeva Lapsker, Sanne Möricke und Craig Judelman. Ihre migrantische Geschichte, ihr Leben in Deutschland und ihr Zugang zum Judentum wird in Interviews erzählt und gegenübergestellt. Yeva spricht über die Härten des Aufwachsens als „Kontingentflüchting“ im Deutschland der 1990er Jahre; Sasha über ihre Erfahrungen als Jugendliche in einer jüdischen Theatergruppe in Riga; Craig über die Geschichte, die seine Familie von Lettland über Südafrika nach Seattle und schließlich nach Berlin führte; und Sanne über die zufällige Abfolge von Ereignissen, die sie, eine Nicht-Jüdin, zu eine der gefragtesten Künstlerinnen der zeitgenössischen Klezmer-Szene werden ließ.

Festival-Film – Ein Fest für Alle (40min)
Im Jahr 2021 entstand die Festivaldokumentation „Ein Fest für Alle“. Es gibt viele bekannte Gesichter zu entdecken: Beispielsweise den künstlerischen Tausendsassa Frank London, Schirmherr André Herzberg, Fidelgenie Craig Judelman, die Politaktivisten von Banda Comunale, Bundesverdienstkreuzträgerin Katharina Oguntoye, die Sängerin Sasha Lurje oder Alan „Yiddish Summer Weimar“ Bern! Sie alle (und weitere Gäste) erzählen über ihre Beziehung zur jüdischen Kultur – darüber, was ein Festival ausmacht und wie es Menschen zusammenbringt.

SchUM und danach – Die tiefen Wurzeln des Antisemitismus
Der Dokumentarfilm erforscht das Phänomen des Antisemitismus (und seines Vorgängers, des Antijudaismus) von der Ankunft der ersten jüdischen Familien in Nordeuropa bis in die Gegenwart. Um zu den Wurzeln zurückzukehren, spielt das Ensemble Lucidarium Lieder, die aus der Zeit der ersten großen Massaker in Nordeuropa stammen – der Dezimierung der jüdischen Gemeinden von Speyer, Worms und Mainz im Jahr 1096, die von einer Gruppe christlicher Kreuzfahrer auf ihrem Weg nach Jerusalem ausgelöscht wurden. Die Folgen der Hassrede werden veranschaulicht, indem einige der bekanntesten mittelalterlichen Kreuzzugslieder (voller antijudaistischer Sprache) Seite an Seite mit den Piyyutim (auf Hebräisch geschriebene Lieder) aufgeführt werden, die die Zerstörung durch die Kreuzfahrer beklagen. Das Konzept der Hassrede und ihre Folgen werden in Interviews mit Jüdinnen und Juden (aber nicht nur) aller Altersgruppen weiter erforscht, in denen sie über ihre Erfahrungen mit Mikro- und Makro-Aggressionen und deren Auswirkungen auf ihr tägliches Leben sprechen.

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