Zahlreiche Exponate diese Ausstellung zeigen systematisch die Entstehung der „klassischen Generalverdachte“ der Kirche gegenüber dem Judentum wie angebliche Hostienschändungen, Ritualmorde, Brunnenvergiftungen und Wucher.
Den ersten Christen war es wichtig, das Neue gegenüber dem Judentum abzugrenzen. Leider entstanden daraus Abwertung und Hass, der bis heute nachwirkt. Diese Wanderausstellung wurde von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) entwickelt. Sie thematisiert insbesondere die Stereotype des Antijudaismus, beginnend bei den Evangelien und den Paulusbriefen über Luther und die Romantik hinaus.
Indem die Ausstellung dieses schreckliche Erbe kirchlicher Tradition erzählt, will sie einen Beitrag gegen antisemitische Stereotypen und Klischees leisten, die leider nach wie vor in unserer Gesellschaft verbreitet sind.