Musik
Sounds of Solidarity Musikalische Antworten auf eine erschütterte Zeit
Sa | Kulturpalast Dresden-
Yevhen Stankowytsch gilt als einer der wichtigsten lebenden ukrainischen Komponisten. Seine Musik wird heute oft als kulturelle Stimme der Ukraine verstanden und eröffnet ganz bewusst ein Programm, das die mahnende und gleichzeitig verbindende Kraft der Musik in den Mittelpunkt stellt. Als Bohuslav Martinů 1938 sein Doppelkonzert schrieb, wusste er bereits, was mit seiner Heimat Tschechien und dem Rest Europas geschehen würde. Die politische Bedrohung ist in seinem Werk deutlich spürbar und verweist auch auf sein persönliches Schicksal: spätestens ab diesem Zeitpunkt war ihm eine Rückkehr in die Heimat unmöglich, er ging ins Exil in die USA und kehrte erst in den 1950er Jahren nach Europa zurück. Auch Richard Strauss‘ Metamorphosen zeugen von Krieg und Zerstörung und sind von einer tiefen Trauer geprägt. Strauss schrieb diese Musik kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs angesichts der Zerstörung seiner Heimat.
ProgrammJewhen Stankowytsch
Kammersinfonie Nr. 3 für Flöte und StreicherBohuslav Martinů
Doppelkonzert für zwei Streichorchester, Klavier und PaukenRichard Strauss
"Metamorphosen" für 23 SolostreicherMitwirkendeNatalia Ponomarchuk
DirigentinNN
KlavierMarianna Julia Żołnacz
FlötePhilharmonisches Kammerorchester
OrchesterQuelle: Kulturpalast Dresden