Ort: Großer Saal
Quelle: Hellerau Europäisches Zentrum der Künste
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Dieser Doppelabend stellt zwei Stücke nebeneinander, die Tanz mit Narration in Verbindung bringen und damit experimentieren, was aus dieser Verbindung entstehen kann. Anstatt eines starren Verhältnisses, in dem alles nahtlos zusammenpasst wie Puzzleteile, entwickelt sich ein Gefüge, das dem Publikum die Möglichkeit gibt, selbst Verbindungen zu entdecken. Das Stück „Bis.N.S. (as usual)“ von Ioannis Mandafounis in Zusammenarbeit mit Anna Lemonaki verwendet eine dokumentarische-Audioaufnahme der Zugabe von der Sängerin und Bürgerrechtsaktivistin Nina Simone beim Jazz Festival in Montreux 1976. In der Zugabe (französisch „bis“) unterbricht sie ihr Programm immer wieder. Im Gespräch mit dem Publikum entstehen sehr intime Momente, in denen sich ihre Persönlichkeit zeigt. „Bis.N.S.“ spielt mit der inneren und äußeren Welt von Künstler:innen und lotet dabei die fragile Grenze zwischen Bühne und dem Bereich hinter den Kulissen aus. So erleben die Zuschauer:innen ein Tanzstück in Aufführung und gleichzeitig durch immer wieder neue Verschiebungen, wie sich die Tänzer:innen auf ihren Auftritt vorbereiten. Sie proben ihre Bewegungen, wiederholen und korrigieren sich, als ob niemand ihnen dabei zuschaute. Kleine und große, private und künstlerische Momente reihen sich aneinander: Normaler Tanzbetrieb – business as usual. In „Scarbo“ wird das Publikum in die innerste Welt von der Tänzerin gezogen. Eine Welt, in der Trauer, Wut, Freude, Hilflosigkeit und Stärke existieren. Diese Gefühle bringt die Tänzerin unmittelbar in der Bewegung zum Ausdruck – ohne jeden Filter. Sich in all den unterschiedlichen Zuständen zu zeigen, ist eine Freiheit, die man sich selten nimmt. Dieses Teilen von Intimität ist der Kern von „Scarbo“. Dabei können sich die Zuschauer:innen durchaus fragen, ob es sich um reale oder fiktive Zustände handelt, um Erinnerungen an die Vergangenheit oder um eine persönliche Geschichte, die erzählt wird. Dauer: ca. 2 Std., eine PauseSprache: EnglischQuelle: Hellerau Europäisches Zentrum der Künste