Ort: Großer Saal
Quelle: Hellerau Europäisches Zentrum der Künste
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«Es ist sehr still im Theater. Es gibt kein ‚Guten Abend‘ und ‚Auf Wiedersehen‘, sondern nur ein ansatzloses Kommen und Gehen. Und zwischendrin werden die Seiten des Lebens ausgebreitet, vorgelesen, durchkostet, durchdacht.» (Nachtkritik) «Der Text ist gerade einmal zwanzig Seiten lang. Und doch ist darin ein ganzes Jahrhundert enthalten.» (Nürnberger Nachrichten) In „Magda Toffler“ blickt Boris Nikitin auf die Geschichte seiner Großmutter. Nachdem sie im Alter von 87 Jahren stirbt, erfährt er, dass sie ursprünglich aus einer jüdischen Familie stammte. In den Jahren 1944/45 musste sie sich über Monate in einer Scheune in der Ostslowakei verstecken, während ein Großteil ihrer Familie in den deutschen Vernichtungslagern ihr Leben ließ. All dies behielt sie für sich, gründete eine Familie und wurde die erste Professorin für Chemie in der jungen sozialistischen Tschechoslowakei. Selbst vor ihren Töchtern verbarg sie das Geheimnis. „Magda Toffler“ ist ein Stück Ahnenforschung, in dem sich große Fragen des 20. Jahrhunderts spiegeln. Aber das Familiengeheimnis verändert auch die eigene Biografie und Identität des Regisseurs.Quelle: Hellerau Europäisches Zentrum der Künste